aus dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe von Franz-Josef Budde
Wie weit geht die Solidarität?
Gemeinsamkeit macht stark. Dies gilt für alle Lebensbereiche, auch für die Landwirtschaft. Der Deutsche Bauernverband bezieht seine Stärke auch daraus, dass fast alle Bauern Mitglieder des Verbandes sind.
Wenn von Gemeinsamkeit die Rede ist, taucht meist auch der Begriff „Solidarität“ auf. Verstanden wird darunter, auch für die Interessen anderer einzustehen und notfalls die eigenen hintanzustellen. Wenn ein ganzer Berufsstand sich mit den Interessen Einzelner solidarisch zeigt, lassen sich Ziele im politischen Raum einfacher durchsetzen.
Doch Solidarität fällt schwer, wenn es gegen eigene Interessen geht.
Dr. Jens Ingwersen, ZDS
Tiergesundheit: Einheitlichen Standard schaffen!
In Zeiten eines hohen Wettbewerbdrucks sind Qualitätssicherung und Transparenz wichtiger denn je. Anbieter müssen die Qualität ihrer Produkte überzeugend darlegen können. Nur so lässt sich der Absatz sichern und ist ein angemessener Preis zu rechtfertigen, ohne das entgegengebrachte Vertrauen des Kunden zu verspielen.
Dies gilt auch für die Ferkel- und Schweinevermarktung. Auch hier müssen Qualitäten definiert und es muss geprüft werden, welche Garantien gegeben werden können. Insbesondere bei gesundheitlichen Qualitätszusagen tut man sich allerdings schwer damit, einen allgemeingültigen Standard zu formulieren.
Hierfür bedarf es zunächst einheitlicher Untersuchungs- bzw. Nachweisverfahren. Hinzu kommt das Risiko, bei einem Qualitätsabfall, z. B. durch Krankheitseinbruch, den Abnehmer zu verlieren oder Preiszugeständnisse machen zu müssen.